Pressematerial 2011
 
 
 
 
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Steng Licht AG Stuttgart

 

STENG LICHT Stuttgart – Eine Erfolgsgeschichte in 100 Jahren

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Am 1. Juli 1911 ließ Carl Gustav Steng bei der Handwerkskammer Stuttgart sein Unternehmen für Licht + Elektroinstallation registrieren. Ein junger Mann von 33 Jahren, Vater von zwei Söhnen im Alter von sieben und fünf, wagte den Schritt in die Selbstständigkeit. Ob er sich damals darüber bewusst war, dass diese Entscheidung einhundert Jahre Gültigkeit haben wird? Seine Nachkommen haben im Laufe der Jahre nicht nur für Erhalt und Wachstum gesorgt, sondern den Namen Steng in Verbindung mit Licht in die ganze Welt getragen.

Als Carl Gustav Steng am 29. Januar 1878 in Stuttgart das Licht der Welt erblickte, brannte im gesamten Stadtgebiet noch keine einzige Glühlampe. Beleuchtet wurde die Stadt mit Gas- und Öllampen. Bald schon fand die Glühbirne allerdings ihren Einzug in die Betriebe und Haushalte der Stadt. Das strahlend helle elektrische Licht wurde zum Symbol für Weltoffenheit und Fortschritt. Ein aufstrebender Wirtschaftszweig war geboren.

Die 100jährige Geschichte des Familienunternehmens STENG LICHT Stuttgart ist auch eine Geschichte des Lichts.

Wir können davon ausgehen, dass Carl Gustav Steng sich voller Dynamik und Faszination für die noch junge Energie der Elektrizität und die damit verbundenen Möglichkeiten interessierte. Er stellte im Jahre 1911 bei der technischen Abteilung des Gemeinderates für innere und ökonomische Verwaltung in Stuttgart einen Antrag um die Erlaubnis, elektrische Installationen durchführen zu dürfen. Drei Jahre bevor der 1. Weltkrieg ausbrach, in einer Zeit, in welcher es den Beruf eines Elektrofachmanns noch gar nicht wirklich gab, engagierte er sich begeistert für dieses Handwerk.

Seine Leidenschaft für technische Erfindungen und seine Risikofreude führten ihn mit Freunden von der Technischen Hochschule auf den Cannstatter Wasen, auf dem experimentierfreudige Flugpioniere erste Flugversuche unternahmen. Im Team mit Ernst Heinkel baute Carl Gustav Steng nach den Planvorlagen von Henri Farman sein erstes eigenes Flugzeug. Seine Freude am Fliegen führte den Unternehmensgründer schließlich während des ersten Weltkrieges als Pilot an die Westfront nach Frankreich. Im Jahr 1921 begann Carl Gustav's Sohn Hans seine Lehre im Betrieb des Vaters und schloss 1925 erfolgreich seine Gesellenprüfung ab. Im Mai 1936 erhielt Hans Steng von der Handwerkskammer Stuttgart seinen Meisterbrief im Elektro-Installations-Handwerk und konnte nun voller Elan in der Firma seines Vaters seinem Handwerk nachgehen.

Doch bald schon begann eine dunkle Zeit. Der 2. Weltkrieg fegte mit seiner zerstörerischen Kraft über die Welt. Bei einem Fliegerangriff auf Stuttgart im Jahr 1944 wurde das Firmengebäude am Wilhelmsplatz vollständig zerstört. Bei der Bombardierung fand auch der Firmengründer Carl Gustav Steng den Tod.

1945, aus dem Krieg in das zerstörte Stuttgart zurückgekommen, stand Hans Steng vor den Ruinen des väterlichen Geschäftes. Mit schwäbischem Fleiß baute er, zusammen mit seiner Frau, einen neuen Licht- und Elektrohandel samt Werkstätte in der Cannstatter Badstraße auf. Angeboten wurde alles was dem immensen Bedarf entgegen kam und verfügbar war – von elektrischen Herdplatten bis zu Wohnzimmerleuchten. 1949 wurde Sohn Peter geboren.
Langsam aber stetig erholte sich die Wirtschaft, das Wirtschaftswunder der 50er Jahre machte die Menschen zuversichtlich. Es gab viele neue Entwicklungen auf dem Gebiet der Elektrizität, welche die ganze Welt verändern sollten, angefangen vom Fernsehen bis hin zum ersten Erdsatelliten Sputnik im Jahr 1957.

Die wilden Sechziger brachten noch ganz andere Innovationen auf den Markt. Der Laser wurde in den USA erfunden und neuartige Lichtinstallationen fanden ihren Einzug in die Theater und die ersten Diskotheken der Stadt.

1964 trat Peter Steng in die Firma ein, fünf Jahre später kam sein Sohn Andreas zur Welt. Mit dem Abschluss der Meisterprüfung übernahm Peter Steng 1973 mit 24 Jahren die Geschäftsleitung, die Produktion und den ständig wachsenden Handel. 1976 feierte die Familie das 65-jährige Firmenjubiläum.

Die 70er und 80er Jahre standen im Zeichen experimenteller Lichtinszenierungen. Peter Steng machte sich einen Namen als Ideengeber und Produzent für spektakuläre Lichtinstallationen im Stuttgarter Staatstheater, in Kaufhäusern, Hotels und Diskotheken. Es folgte die Entwicklung erster Designobjekte, in deren Mittelpunkt immer das Licht selbst stand. Die Leuchten waren ästhetische Verpackungsmittel. Der Purist in ihm suchte kleinste Leuchtmittel und verwendete Lampen aus Flugzeugen und Autos als Lichtquelle in der Raumgestaltung. Erst die Niedervolttechnik erlaubte den professionellen Einsatz winzigster Leuchtmittel mit hoher Leuchtkraft. Peter Steng begann mit seiner eigenen Produktentwicklung von "Miniaturen in Licht". Unter der Prämisse der absoluten Reduktion entstand das in sich schlüssige Konzept des Steck-Kontakt-Systems für Niedervolt-Strahler. Die punktuell angeordneten Kontakte brachten eine nie gekannte Flexibilität in Geschäftsräume, Vitrinen und Schaufenster. Perfektes Licht für Menschen, und genau dort, wo es gebraucht wird.

Für die Produktentwicklung wurden auch renommierte Designer verpflichtet oder deren Entwürfe übernommen. Schon bald gab es die ersten Messeauftritte in Frankfurt, Köln und Hannover. Internationale Anerkennung im Bereich der Architektur brachten dem Unternehmen etliche Design-Awards ein, mehrfach den bedeutenden iF-Design-Award, den if-Ökologie-Sonderpreis, den Design Focus, den Internationalen Designpreis Baden-Württemberg und viele weitere.

Durch Renommee und Wachstum entstanden neue Möglichkeiten für die vierte Generation. 1991 trat Andreas Steng in die Firma ein und übernahm nach wenigen Jahren Aufgaben in der Geschäftsleitung. Ein Jahr später wurde die rechtlich-formale Umwandlung von der STENG LICHT GmbH zur STENG LICHT AG vorgenommen, mit Aktien ausschließlich im Familienbesitz. Im Jahr 2002 zog das Familienunternehmen an seinen heutigen Standort in ein Gebäude mit 3.500 Quadratmetern Fläche.

Vertretungen in Ländern wie USA, Australien, der Schweiz, Belgien, Holland, Frankreich, Großbritannien, Norwegen, Schweden oder Dänemark zeugen von seiner globalen Bedeutung. In der vierten Generation geht STENG LICHT einer spannenden Zukunft entgegen.

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